(Moderne) Kunst

Zu Johan H. Bühmanns Zeiten war sein Hemd ohne Naht kein gewöhnliches Kleidungsstück, sondern ein Meisterstück und etwas, was normalerweise niemand einfach so im Schrank hatte. Es zeigt ja auch keine Spuren davon, getragen worden zu sein.

Aber Textilgeschichte ist ständig im Wandel und heute, wo die maschinelle Herstellung Nahtlosigkeit viel einfacher macht, muss man sich schon etwas anderes einfallen lassen, um Kleidung zu etwas Besonderem zu machen.

Dass Herrenhemden auch heute noch mehr sein können als nur Kleidung, zeigen in unserer Ausstellung die beiden Künstler Gregor Kozik und René König. Zusammen vertreiben sie unter dem Label GERMENS artfashion by gregor & rené hochwertige Künstlerhemden.

Wie bei Johans Hemd steht hier “made in Germany” für ein besonderes Produkt. Da wird kein Detail dem Zufall überlassen, selbst die Damastmuster für den Hemdstoff entwerfen die Künstler speziell für ihre Kollektionen – oder habt ihr schonmal ein Hemd mit eingewebten Totenköpfen gesehen?!

Symbiose von historischer Person Kunst am Hemd up-to-date. Der Weber anno 1728 und das Hemd als Kunstwerk heute.
Symbiose von historischer Person und Kunst am Hemd up-to-date. Der Weber anno 1728 und das Hemd als Kunstwerk heute.
Diese modernen Künstlerhemden geben der Ausstellung einen modernen und sehr bunten Impuls. Und auch sie erzählen Geschichte(n):

Wie bei Johans Hemd stand am Anfang der Wunsch, etwas Neues anzugehen. Grund war die Suche nach einer neuen künstlerischen Herausforderung und nach neuen Eindrücken und Inspirationen, die teilweise in Kurzgeschichten umgesetzt sind, die von den Motiven der Hemden handeln,.

Jedes Hemd bietet so Stoff für eine besondere Geschichte, die teilweise lustig, teilweise provokant jedem Hemd seine eigene Legende schafft. Kunstfertigkeit, Inspiration und eine gute Story braucht es heute wie zu Johans Zeiten, um Neugier zu wecken.

Ein besonderer Coup ist übrigens, dass während der ersten beiden Monate der Ausstellungszeit ein Skizzenbuch ausliegt, in dem die Besucher ihre grafischen Eindrücke der Ausstellung ausdrücken dürfen und sollen. Wie ein interaktiv von Besuchern mitgestaltetes Künstlerhemd „designed in Steinhude“ aussehen könnte, präsentieren die Künstler auf der Finissage am 29. November 2015.

Tipp: Wer mehr darüber erfahren will, wie man Damast eigentlich webt, dem empfehlen wir, hier nachzuschauen:

H.B. / S.K.
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